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Mit Kai gegen die Zuckerfresser

In der Regenbogenschule wissen die Schüler, wie man sich richtig die Zähne putzt.

 

Lübbecke. Kai ist wichtig, vielleicht das Wichtigste, an das Kinder zwei Mal täglich denken sollten. Kai ist kein Freund oder Familienangehöriger, sondern die Putztechnik, mit der Zähne gründlich gerei­nigt werden. Kai steht für Kauflächen, Außenflächen, Innen­flächen.

  Die Jungen und Mädchen der Regenbogenschule hatten in der vergangenen Woche Besuch von Dr. Cornelia Lengwin und Dagmar Geiger. Die Ärztin vom Kreisge-sundheitsamt und die Mitarbeiterin des Arbeitskreises Zahngesundheit besuchen regel­mäßig Kindergärten und Grund­schulen-mit einem Ziel: „In der Gruppe lernen Kinder leichter, ihre Zähne zu pflegen. Sie bauen ihre Angst vor dem Zahnarzt leichter ab, wenn sie sehen, dass andere aus der Gruppe sich auch trauen, den Mund aufzuma­chen."

Leicht ist ihre Arbeit trotz­dem nicht: Jährlich werden rund 1.600 Grundschüler im

Mühlenkreis untersucht. Schwierig sei das Wissen vor al­lem an Kinder zu vermitteln, die zu Hause nicht lernen, sich regel­mäßig die Zähne zu putzen.

Die Expertinnen beginnen ihre Arbeit spielerisch: Die Kleinsten lernen etwas über Er­nährung und Kai, dann kom­men Funktionen, Namen und Aufbau der Beißer und in der vierten Klasse wird ihnen beige­

bracht, wie Säuren auf Zähne rea­gieren. „Viele Kinder wissen gar nicht, wie wichtig Fluorid ist", sagt Dagmar Geiger. Spielerisch lernen ist wichtig, denn die Er­fahrung sagt, dass so Kinder am Ehesten die Informationen auf­nehmen. Geiger: „Die richtige Technik ist uns noch nicht so wichtig. Die Jungen und Mäd­chen sollen erst einmal verste­hen, wie viele Flächen unsere

 

Aus: Neue Westfälische vom 26/27. September 2009