Kinder der Regenbogen- Grundschule lernen, wie man einen bösen Mann erkennt
∎ Lübbecke. Ein süßer Hund auf dem Beifahrersitz oder die Frage nach dem Weg: Wenn Kinder mit solch einer. Situation auf der Straße konfrontiert werden, ist nur eines richtig: „Weitergehen und nicht zu nah ans Auto treten", rät Cordula Volkening.
Die Trainerin schult regelmäßig Jungen und Mädchen, in dieser Woche an der Grundschule Regenbogen. „Die Kinder sollen ein Gefühl für solche Situationen bekommen und sollen wissen, dass sie „Ja" oder „Nein" sagen dürfen." Das betreffe nicht nur Begegnungen mit Fremden auf der Straße, auch im Familien- und Bekanntenkreis darf man bei unangenehmen Situationen „Nein" sagen. Ziel des Trainings ist einerseits der richtige Umgang mit Fremden und wie man entsprechende Angebote abblockt, andererseits soll aber auch einem möglichen sexuellen Missbrauch in der Familie vorgebeugt werden. Volkenings Rezept: „Die Kinder stärken." Damit sie sich trauen, nein zu sagen.
Man müsse selbstbewusst auftreten, denn: „Täter suchen Opfer, keine Gegner." Geduckte Körperhaltung, Schüchternheit oder Unsicherheit sind Signale, die man nicht aussenden sollte –auch wenn es einem schwer fällt. Am besten antworte man einfach: „Ich weiß es nicht, fragen Sie einen Erwachsenen."„Wie erkennt man einen bösen Mann?", fragt die Trainerin in die Runde. „An den Augen", meint ein Mädchen, „am Bart" ein anderes. Schwarze Kleidung ist für die Jungen und Mädchenebenso verdächtig wie „das Verhalten allgemein". Die richtige Antwort von Cordula Volkening überrascht die Sieben- und Achtjährigen jedoch und sie werden nachdenklich, verstehen dann aber die Worte: „Die Täter sehen genauso aus wie wir. Man kann keinem Menschen ansehen, ob er böse ist."