Schule > Über Astrid Lindgren

Astrid Lindgren – eine bemerkenswerte Frau

 
 
Astrid Lindgren, die klassische und bekannteste Kinderbuchautorin der Gegenwart, ist Namensgeberin für unsere Schule. Sie schafft sowohl durch ihr persönliches Verhalten als auch durch ihre Bücher ein Leitbild für Kinder und den Umgang mit ihnen. Die Schwedin ist eine hochdekorierte Vertreterin für die Belange von Kindern. Sie setzt sich für eine kindgerechte Welt für a l l e Kinder ein. Dieses Anliegen ist das zentrale Thema für unsere Schule.
 
Astrid Lindgren hat in ihren Büchern immer wieder Figuren geschaffen, die zeigen, dass Kinder eine eigene Persönlichkeit haben, die es ernst zu nehmen gilt (zum Beispiel: Pippi Langstrumpf). Sie trug schon direkt nach dem 2. Weltkrieg, als die Menschen in Europa noch mit dem Aufbau ihrer Länder beschäftigt waren, zu einer Debatte über eine die Rechte des Kindes anerkennende Erziehung bei. (vgl. Wolff, 1986 S. 10) 1994 hat sie den alternativen Nobel-Preis verliehen bekommen, weil sie sich in ihrem Leben und Werk für das „Recht der Kinder auf Liebe und den Respekt für die individuelle Persönlichkeit eingesetzt hat“. (vgl. Schönborn, 1995 S. 28)
 
Heute wird es als Aufgabe der Grundschule gesehen, Schüler „unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung (...) zu fördern.“ (Richtlinien NRW, 1985, S. 9)
 
Aus Astrid Lindgrens Büchern (z.B. Bullerbü, Madita) – die viel von ihrer eigenen als glücklich empfundenen Kindheit widerspiegeln – ebenso wie aus ihren öffentlichen Äußerungen wird deutlich, was die Grundlage einer guten Erziehung ist: Die Balance zwischen Freiheit und Geborgenheit sowie zwischen Offenheit und notwendiger Anpassung.
 
Astrid Lindgren führt die Kinder mit ihren Büchern in eine Welt, in der man lachen, weinen, hoffen, bangen und träumen kann und in der es sich zu leben lohnt.
Sie vermittelt den Kindern mit ihren meist heiteren Geschichten, was wir heute oft vermissen: Liebe und Wärme, Toleranz und Fairness, Verständnis und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Dies sind die Grundlagen einer Erziehung zum Frieden – Astrid Lindgren erhielt 1978 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (vgl. Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 1978).
 
Darüber hinaus wecken die Naturschilderungen in Astrid Lindgrens Büchern ein Bewusstsein für die Schönheit und die Erhaltung der Natur und tragen so zur Umwelterziehung bei. Die Autorin setzt sich auch seit 1985 für den Tierschutz ein. Ihre Forderungen über die Veränderungen der Massentierhaltung bewirkten eine Verbesserung des Tierschutzgesetzes in Schweden.
 
 
Die oben genannten pädagogisch wertvollen Ziele, wie sie Astrid Lindgren in ihrem Lebenswerk verfolgt, sollen auch im Schulprogramm unserer Schule verwirklicht werden und in kind- und zeitgemäßem Lernen ihren Ausdruck finden.
Deshalb ist der Name Astrid Lindgren für unsere Schule Name, Programm und Verpflichtung zugleich.
 
 
 
Quellen:
1.      Schönborn von, Felizitas: Astrid Lindgren – Das Paradies der Kinder, Freiburg, Herder-Verlag 1995
 
2.    Wolff, Horst (Hersg. ): Astrid Lindgren – Rezeption in der Bundesrepublik, Bonn, Bouvier-Verlag 1986
 
3.    Börsen-Verein des Deutschen Buchhandels e.V. (Hersg.): Astrid Lindgren,
Verlag der Buchhändler-Vereinigung 1978