Tobi-Lehrgang
Der Tobi-Lehrgang macht durch spezielle Aufgabenformen und Übungen die Struktur unserer Sprache deutlich. Die Kinder erfahren auf diese Weise bestimmte Zusammenhänge und Regelmäßigkeiten.
Eine zentrale Position hat die Gleichschreibung von Wortstämmen (Morphemen). Dieses Bauprinzip wird den Kindern auf sehr anschauliche Weise verdeutlicht. Dadurch wird das Schreiben von der anfänglich reinen Lautorientierung hingeführt zu einer strukturierten Schreibweise.
Beispiel: fahren Wortstamm fahr
Wenn die Kinder begriffen haben, dass der Wortstamm fahr heißt, können sie auch Fahrrad, Abfahrt, Fähre usw. richtig ableiten.
Einen zweiten wichtigen Baustein bilden die Grapheme. Das sind bestimmte Laut- oder Buchstabenfolgen, die immer wieder vorkommen. (Die Graphembausteine entsprechen oft den Morphemen)
Beispiele:
ahr Jahr, fahren, Bahre
ell schnell, Fell, Teller
est Nest, Reste, am besten
rst Wurst, Durst, hörst, fährst
Ein zentrales Prinzip dieses Lehrgangs ist die Selbstkontrolle. Die Kinder müssen lernen ihre Schreibergebnisse Buchstabe für Buchstabe und Wort für Wort mit einer Vorlage zu vergleichen. Nur so kommen sie eigenen Ungenauigkeiten auf die Spur. Diese Selbstkontrolle muss konsequent geübt werden bis die Kinder sie selbtsverständlich durchführen können.
Grundsätzlich können die Kinder nach der Einführung der Regularien selbständig und in ihrem eigenen Tempo mit dem Lehrgang arbeiten.
Allerdings soll der jeweilige Lehrgang in einem Schuljahr geschafft werden. Neben der im Stundenplan festgesetzten Tobi-Stunde (Kl. 2-4) wird individuell dazu auch im Wochen- oder Tagesplan gearbeitet.
Jedem Lehrgang ist ein Zeitschema beigefügt, dass Schülern und Lehrern hilft die Arbeit einzuteilen.
Innerhalb des Lehrgangs gibt es Wiederholungsübungen, Lernzielkontrollen und Diktate. |