Ein gutes Förderkonzept ist auch abhängig von den zur Verfügung stehenden Ressourcen.
Vorüberlegungen
Unsere Schule wird lt. Schulkonferenzbeschluss vom 31.05.2005 in der Neuen Schuleingangsphase ab dem Schuljahr 2005/2006 weiterhin jahrgangsbezogen arbeiten. Unser Förderkonzept hat das Ziel, alle Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern und zu fordern.
Das vorliegende Konzept konzentriert sich zur Zeit zunächst auf die jahrgangsbezogene, aber klassenübergreifende Förderung in verschiedenen Teilbereichen. Es wird stetig evaluiert und weiter entwickelt werden. Ein gutes Förderkonzept ist auch abhängig von den zur Verfügung stehenden Ressourcen.
Der jahrgangsbezogene Klassenunterricht innerhalb der Schuleingangsphase erfordert ein Förderkonzept, das die individuellen Lernleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Schülers berücksichtigt. Das Ziel ist, die Lernmöglichkeiten optimal auszuschöpfen. Um dieses erreichen zu können, sind eine flexible Unterrichtsorganisation und geeignete Unterrichtsformen notwendig.
Methodisch-didaktische Vorüberlegungen zur individuellen Förderung beginnen bereits bei der Zusammenarbeit aller Kollegen in festgelegten Teambesprechungen der jeweiligen Jahrgänge. Neben der fachlich-inhaltlichen Förderung muss aber auch eine Förderung der allgemeinen Lernkompetenzen, der Selbstständigkeit und der sozialen Fähigkeiten erreicht werden. Ausgehend von den Lernvoraussetzungen der einzelnen Schüler müssen Unterrichtsformen wie Tagesplan, Wochenplan, „Lernen an Stationen“, projektorientierter Unterricht oder Lehrgänge fester Bestandteil des Unterrichts sein.
Lernstandsdiagnostik als Basis der unterrichtlichen Arbeit
Grundlage einer individuellen Förderung muss eine Lernstandsdiagnostik sein, die in verschiedene zeitliche Abschnitte eingebettet ist. Die Frühförderung beginnt bereits im Kindergartenbereich. Aus diagnostischen Erkenntnissen müssen Förderpläne mit Festlegung von Förderzielen entwickelt werden.
Dabei unterscheiden wir zwischen einer allgemeinen Lernbeobachtung der Schüler, die kontinuierlich und fortlaufend von den Lehrkräften festgehalten wird. Die Lernbeobachtung wird entsprechend der Unterrichtsziele und Maßnahmen stetig angepasst.
Sollten während der allg. Lernbeobachtung Auffälligkeiten in den grundlegenden Entwicklungsbereichen sowie in den Lernbereichen und Fächern festgestellt werden, wird eine Lernstandsdiagnostik in der Schuleingangsphase nach schuleigenem Verfahren durchgeführt (siehe Anhang). Die entwickelten Förderpläne sind erprobt und evaluiert worden. Sie haben sich als nicht praxisgerecht erwiesen und müssen im Schuljahr 2010/2011 neu erarbeitet werden.
Abschnitte der diagnostischen Verfahren in der Schuleingangsphase
Übergang Kindergarten – Grundschule
-Die Zusammenarbeit mit den umliegenden Kindergärten wird noch weiter ausgebaut. Es finden wie bisher Gespräche zwischen Schulleitung und den Erzieherinnen statt, um über evtl. Förderaspekte einzelner Kinder zu beraten. Die Grundschule legt den Erziehungsberechtigten bei der Schulanmeldung einen Vordruck vor, mit denen sie schriftlich ihr Einverständnis zum Datenaustausch erklären können.
-Sprachfeststellung „Delfin-4“ wird in Zusammenarbeit mit den Kindergärten durchgeführt.
-Die Eltern werden von der Schule aufgefordert, die Bildungsdokumentation der Kindergärten vorzulegen.
-Die Erzieherinnen werden jeweils im Herbst zu einer Einschulungskonferenz eingeladen.
-Gegenseitige Hospitationen sollen angebahnt und weiter ausgebaut werden.
Anmeldeverfahren in der Schule
-Während der Anmeldung der Schulanfänger (Monat Oktober) wird ein Schulfähigkeitsprofil zu grundlegenden Entwicklungsbereichen des Kindes erstellt. Die Ergebnisse werden dokumentiert und mit den Erziehungsberechtigten erörtert. Die Beobachtungsbögen werden den Klassenlehrern zur Verfügung gestellt.
-Sprachlich auffällige Kinder werden zum Sprachtest „Fit in Deutsch“ eingeladen.
In den ersten Schulwochen
-Bis zu den Herbstferien liegt neben der alltäglichen Unterrichtsarbeit der Schwerpunkt in der Lernbeobachtung aller Schulanfänger. Ein schuleigenes Diagnostikverfahren wird eingesetzt (siehe Anhang).
-In dieser Beobachtungsphase ist das „teamteaching“ ein wesentlicher Faktor. Da wir im Stundenplan festgeschriebene Team-Förderstunden ausweisen, ist eine gegenseitige Hospitation und Beratung der Lehrkräfte möglich.
Nach den Herbstferien
-Konkrete Umsetzung der individuellen Fördermaßnahmen
Förderunterricht
-Klassenübergreifendes Förderband 1. Schuljahr
oEine Förderstunde in der Schuleingangsphase wird parallel im Stundenplan ausgewiesen. In dieser Zeit stehen abhängig von den jeweiligen personellen Ressourcen der Schule verschiedene Lehrkräfte zu Verfügung, die entsprechend der durchgeführten diagnostischen Verfahren kleine Förder- und Fordergruppen bilden können.
-Klasseninterne Förderstunden
oFür die Förderung der Schüler halten wir es für sinnvoll, dass der Klassenlehrer mindestens eine Klassenförderstunde einrichtet, um kurzfristig auftretende Lernschwierigkeiten bei neuen Lerninhalten zu beheben.
- Jahrgangsübergreifende Sprachförderung
oDie Entwicklung der Sprach- und Lesekompetenz hat einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund werden sprachlich benachteiligte oder nicht deutsch sprechende Schüler in einer jahrgangsübergreifenden Sprachförderung zusammengefasst.
-Forderunterricht/Leistungskurse
oEin deutliches Zeichen wollen wir mit klassen- und jahrgangsübergreifenden Forderkursen setzen, um leistungsstarken Schüler auf die weiterführenden Schulen vorzubereiten.
-Arbeitsgemeinschaften
oFreiwillige jahrgangsübergreifende Schülerarbeitsgemeinschaften fordern in hohem Maße die Motivation und soziale Kompetenz der teilnehmenden Schüler. Die AG´s werden entsprechend der Ressourcen in verschiedenen Teilbereichen gefördert und gefordert.
-Teamstunden
oIn allen Jahrgängen werden Teamstunden eingerichtet, um indidviduelle Förderung in den Klassen durchführen zu können. Eine freiwillige Teambesprechungsstunde der Lehrer unterstützt dieses Vorhaben insbesondere in der Planung und Umsetzung.
-Die Fortbildung von Lehrkräften zu Fachberatern unterstützt unser Fortbildungskonzept, so dass Ansprechpartner zu unterschiedlichen Bereichen allen Beteiligten in der Schule in Zukunft zur Verfügung stehen.
Elternmitarbeit
-Elternmitarbeit und regelmäßige Gespräche sind eine wichtige Voraussetzung für das vorliegende Förderkonzept.
-Eltern erhalten zu den Elternsprechtagen eine standardisierte Lern- und Förderdokumentation, um einen allgemeinen Überblick über die Leistungen ihres Kindes zu bekommen.
Förderung im Offenen Ganztag
-Die Förderung im Offenen Ganztag endet nicht mit Unterrichtsende. Eine noch stärkere Verzahnung zwischen dem Vor- und Nachmittagsbereich ist anzustreben, um eine optimale Betreuung der Hausaufgaben und weiterer Angebote zu gewährleisten.
Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen
-Eine konstruktive Zusammenarbeit hat es in diesem Bereich an unserer Schule schon immer gegeben. Die Lehrer nutzen die Beratungsmöglichkeiten verschiedner Beratungsstellen in Lübbecke und im Kreis Minden-Lübbecke. Auf Wunsch begleiten wir Eltern bei der Kontaktaufnahme zu den jeweiligen Stellen. Eine Beratungsliste steht den Eltern auf Wunsch zur Verfügung.
Ausblick
Das Förderkonzept ist fester Bestandtteil unserer Schulprogrammarbeit. Somit ist die Evaluation in diesem Bereich eine wichtige Voraussetzung für eine ständige Weiterentwicklung. Ein Schwerpunkt in der nächsten Zeit muss die Weiterentwicklung individueller Förderpläne sein.
Förderkonzept Grundschule Im Kleinen Feld
Klasse
Diagnostik
Förderung/Beratung
Kindergarten
- Bielefelder Screening in vielen Kindergärten
- Sprachüberprüfung der 4-jährigen
- Hören, lauschen, lernen im Kindergarten, in Anlehnung an Bielefelder Screening
- Verpflichtende Sprachförderung
Schulanmeldung
- Eingangsdiagnostik nach F. Veil „Lernen und Beobachten“
- evtl. Rücksprache mit KIGA
- Bildungsdokumentation des KIGA wünschenswert
- falls notwendig: Sprachstandstest „Fit in Deutsch“
- Evtl. Sprachförderung im Kindergarten
- Beratung der Eltern über Therapiemöglichkeiten
- Zusammenarbeit mit KIGA
Schuleingangsphase
Klasse 1
- allg. Beobachtungsbögen durch Klassenlehrer und sozialpädagogische Fachkraft
- Diagnostische Verfahren
Deutsch: Münsteraner Screening
Mathematik: Lernausgangslage,
Oldenburg-Verlag
- individuelle, zielgerichtete Förderpläne
- Lernstudio mit äußerer Differenzierung
- Förderband 1. Schuljahr
- Klassen-Förderunterricht
- Kieler Leseaufbau
- differenzierte Unterrichtsformen
Schuleingangsphase
Klasse 2
- Fortsetzung der Beobachtungsbögen
- Diagnostische Verfahren
Deutsch: Hamburger Schreibprobe, Nr.2
Mathematik: in Anlehnung an das Lehrwerk, Schroedel-Verlag
- Kooperation mit außerschulischen Partnern
- differenzierte Unterrichtsformen
- Förderband, klassen- und
jahrgangsübergreifend
- Klassen-Förderunterricht
- Kieler Leseaufbau
Klasse 3
- VERA – Auswertung Deutsch, Mathe
- Klassenarbeiten
- Diagnostische Verfahren
Deutsch: Hamburger Schreibprobe, Nr. 3
Mathematik: in Anlehnung an das Lehrwerk, Schroedel-Verlag
- Differenzierte Unterrichtsformen
- Förderband, klassen- und jahrgangsübergreifend
- Klassen-Förderunterricht
Klasse 4
- Klassenarbeiten
- Diagnostische Verfahren
Deutsch: Hamburger Schreibprobe, Nr. 4
Mathematik: in Anlehnung an das Lehrwerk, Schroedel-Verlag
- Differenzierte Unterrichtsformen
- Empfehlungen für die weiterführenden
Schulen
- Förderband
- Förderunterricht
Weiterführende Schulen
- Prognoseunterricht an den weiterführenden Schulen
- Teilnahme des Kollegiums an den Erprobungsstufenkonferenzen